Oktober 2006


Genaugenommen war es der 2. Oktober. Ich suche ja schon länger jemanden, der meine drei Fische, zwei Goldfische und einen Shubunkin, übernimmt. Denn das sind Schwarmfische und drei ist kein Schwarm. Das ist ja kaum ein Schwärmchen. Außerdem mag
ich einen Gartenteich lieber ohne Fische.

Heute sind wir beim Bummeln hier im Ort bei einem kleinen Gartencenter vorbeigekommen. Die Besitzerin hält als Hobby Goldfische in den Außenbecken, in denen die Wasserpflanzen gelagert werden. Da habe ich sie einfach gefragt, ob sie meine drei nimmt und sie sagte ja. Wunderbar, habe ich ihr erklärt, ich gehe nur schnell heim und fische sie raus. Tja. Einfacher gesagt als getan...

Kaum stand ich mit dem Kescher am Teichrand, war natürlich kein Fisch mehr zu sehen. Ein wenig Stochern mit dem Kescher, ein wenig mehr Stochern mit dem Kescher... das einzige Ergebnis war, dass ich nun gar nichts mehr sehen konnte.

Also habe ich mir gesagt, kein Problem, wir pumpen das Wasser ab. "Schaaahatz, holst du mal die Pumpe?"

Kein Thema, Schatz holt die Pumpe, ich schaffe derweil die Mörtelkübel bei.

Tja, einige Flüche und Verwünschungen später steht fest, dass die Pumpe nicht tut. Manchmal leuchtet wenigstens der Einschalter noch, aber zu mehr lässt sie sich nicht überreden.

Egal, ich will jetzt die Fische da rausholen.

Was bleibt also? Handarbeit. Sind ja nur ca. 800 Liter.

Als alle Mörtelkübel voll waren, war der Teich leider noch nicht leer. Also habe ich noch unser 200-Liter-Regenfass über den Blumen geleert (als ob das in der letzten Zeit nicht genug geregnete hätte - was es
übrigens auch jetzt gerade tat, aber egal, ich wollte das fertig machen) und im Teamwork, ich auf der Leiter quer über dem Teich hockend das Wasser unten rausschöpfend, Peter den vollen Eimer entgegennehmend und in Regenfass ausleerend, schaffen wir es, fast alles Wasser aus dem Teich zu entfernen.

Währenddessen entdecke ich einen Goldfische am Rand im Nadelkraut sitzen. Der Trottel, der hat es auch ohne Wasser vorgezogen, seine Deckung nicht zu verlassen. Da hatte er aber Glück, dass ich etwas orange habe blitzen sehen. Ich habe ihn beherzt rausgezogen und erst mal in einem Mörtelkübel zwischengelagert.

Peter mit seinen langen Armen übernahm jetzt, legte sich auf die Leiter und fischte im Trüben. Neben unzähligen Libellenlarven, Bachflohkrebsen und Schnecken waren dann irgendwann auch die beiden letzten Fische im
Netz.

Dann hatte ich noch etwas Spaß, den Goldfisch aus dem Mörtelkübel wieder rauszuholen, aber langsam hatte ich wenigstens etwas Übung.

Naja, und nun schwimmen sie glücklich im großen Schwarm, und ich kann sie immer besuchen, wenn ich will - und kann nebenbei sogar die eine oder andere Pflanze mitnehmen... *hüstel* ;-)

Ende Oktober bekommen dann die Bananen ihren Winterschutz verpasst. Obwohl wir noch fast 20 Grad haben, aber es soll in den nächsten Tagen deutlich kälter werden.

Peter baut einen Ring aus Maschendraht, in dem wir dann die Schilfmatte hineinstellen. In die Mitte kommt Stroh und Laub. Leider ist das meiste Laub noch an den Bäumen, aber ich denke, in den nächsten zwei Wochen werde ich die Behältnisse füllen können. Als Dach habe ich einfach einen Mörtelkübel drübergestülpt. Das macht die Optik zwar wieder kaputt, aber es funktioniert.


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